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5. September 2011

Energiedirektoren setzen konkrete energiepolitische Akzente

einstimmig ein entsprechendes Positionspapier verabschiedet.

Konkrete Vorgaben im Gebäudebereich

Die Kantone sind für die Energie bei den Gebäuden zuständig und haben in diesem Bereich bereits einiges bewirkt (siehe Kasten). Die energiepolitische Neuausrichtung erfordert rechtzeitig weitere Schritte. Die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) sollen deshalb bald erneut revidiert werden. Die EnDK hat heute hierfür unter anderem die folgenden Stossrichtungen definiert:

  • Neue Gebäude: Neubauten versorgen sich ab 2020 ganzjährig möglichst selbst mit Wärmeenergie und tragen zur eigenen Stromversorgung bei.
  • Bestehende Gebäude: Die Sanierung von bestehenden Gebäuden soll forciert werden. Die Verwendung von Strom für Widerstandsheizungen und Warmwasseraufbereitung wird ab 2020 verboten. Die Warmwasseraufbereitung muss bei wesentlichen Sanierungen ab 2020 vollständig durch erneuerbare Energien erfolgen. Die Umstellung auf erneuerbare Energien wird verstärkt gefördert.
  • Kantonseigene Bauten: Die Wärmeversorgung in kantonseigenen Bauten wird bis 2050 zu 100% ohne fossile Brennstoffe ausgestaltet. Allfällige Kompensationsmassnahmen haben innerhalb des Kantonsgebiets zu erfolgen. Der Stromverbrauch wird bis 2030 mit Betriebsoptimierungen und Erneuerungsmassnahmen um 20% gesenkt oder mit bei neu zugebauten erneuerbaren Energien gedeckt.

Die EnDK wird bei der Konkretisierung dieser Ziele mit Zielvorgaben operieren um eine Überregulierung zu vermeiden. Damit kann Raum für Innovation geschaffen und der Wettbewerb zwischen politischen Umsetzungskonzepten gefördert werden.

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